< Willkommen beim SFB 881

Projekt A6: Galaktische Archäologie: Die Entwicklung der Sonnenumgebung

Projektleitung: Andreas Just (ARI), Volker Springel (HITS/ARI)

A2
Farben-Helligkeitsdiagramm der sonnennahen Sterne.
Beobachtete Farben (links: blau, rechts: rot) und Helligkeiten (oben: leuchtstark, unten leuchtschwach) aller Sterne bis zu einem Grenzabstand von der Sonne (200pc = 650 Lichtjahre für die hellste Kategorie) im statistischen Vergleich zur Modellvorhersage: Normale (Zwerg-)Sterne wie unsere Sonne in blau bzw. rot und Riesensterne in dunkel bzw. hellgrün.

Die Sonne ist ein typischer Vertreter der Sterne in der Scheibe der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie. Das Alter der Sonne kennen wir mit 4,5 Milliarden Jahre relativ genau, aber die Bestimmung des Alters der anderen über 100 Milliarden Sterne in der Scheibe ist außerordentlich schwierig. Die Sternentstehungsgeschichte, also die Information darüber, wann und wo wie viele Sterne entstanden sind, hängt eng mit der gesamten dynamischen Entwicklung der Milchstraße und der Anreicherung der Materie mit schweren Elementen, (aus denen ja auch auch die Erde und wir bestehen), zusammen. Die galaktische Archäologie kombiniert Sternzählungen, Kinematik und die gemessene Häufigkeit der Elemente zu einem einheitlichen Modell, welches die Entstehung und Entwicklung der Milchstraße beschreibt.

Die meisten Sterne befinden sich in der galaktischen Scheibe, die wir als "Milchstraße" am Himmel sehen. Die Umgebung unserer Sonne spielt dabei eine besondere Rolle, weil sie Sterne allen Alters enthält und weil wir hier die besten und vollständigsten Daten haben. Unser Modell zeigt, dass die Sternentstehungsrate in dieser Umgebung in den letzten 10 Milliarden Jahren auf etwa ein Viertel gesunken ist. Im gleichen Zeitraum haben sich durch Störungen die zufälligen Geschwindigkeiten der Sterne auf das 5-fache erhöht. Mit den Daten des Astrometriesatelliten Gaia können wir dieses lokale Modell in Zukunft auf die ganze Scheibe der Milchstraße erweitern und analysieren, ob und wie viel schneller sich der innere Bereich entwickelt hat.

Aktuelles:

Im Fokus:

thesis

SFB-Wissenschaftlerin Clio Bertelli Motta verteidigte erfolgreich ihre Doktorarbeit zum Thema: "Auswirkungen der Sternentwicklung auf die chemische Zusammensetzung der Oberfläche von Sternen anhand des offenen Sternhaufens M67"

Veranstaltungen:

Veranstaltungen für Fachpublikum:

Gefördert durch:

DFG

Kontakt:

Dr. Renate Hubele
Öffentlichkeitsarbeit
Sonderforschungsbereich SFB 881 "Das Milchstraßensystem"
Tel: 06221 528-291
hubele(at)hda-hd.de

Impressum:

Impressum
Datenschutzerklärung

Logo Uni Heidelberg Logo ZAH Logo MPIA Logo HITS Logo HdA